artistlife n.3

Ihr Lieben,
In der letzten paar Tagen hab ich mir einige Gedanken darüber gemacht wie ich den Inhalt meiner derzeitigen Arbeit beschreiben kann:

Die Puppen und Kuscheltiere in meiner Arbeit sind gleichzusetzen mit beispielsweise Götzen alter Kulturen. Sie sollen das Gefühl des Animismus übertragen und als Sinnbild für die Kindheit stehen.  Kann ein Gegenstand einen eigenen Charakter haben oder sind es die Charaktere der Menschen von denen die Gegenstände stammen? Hat man beispielsweise ein Gegenstand von einer verstorbenen Person gibt man ihm erstaunlich viel Wert. Oder nimmt man ein Kuscheltier eines Kindes und schaut sich an wie wichtig dieses Stoffstück für das Kind ist. Ein altes Stück Kleidung , in wichtigen aber auch schwierigen Momenten getragen, darin Menschen kennen gelernt, Menschen verloren. Wir wagen es oft nicht diesen alten Fetzen, den wir meist sogar nichtmehr tragen, wegzuschmeißen. Der Mensch ist nunmal ein Sammler. Er sammelt Erinnerungen Dinge, Menschen, Erfahrung, Liebe, Hass, die Rollen des eigenen selbst… Ein Mensch kann viele Dinge haben und sie alle kennen, er kann aber auch wenig besitzen und nichts davon je berührt haben.

Liebe Grüße und haltet diese komische Zeit gut durch ❤
Rahel

artistlife n.2

Ihr Lieben,

In der nächsten Zeit werde ich den blog zur Dokumentation von meiner künstlerischen Arbeit nutzen. Die Hochschule ist wegen der aktuellen Lage geschlossen – demnach, kein Atelier. Trotz allem geben sich die Dozenten Mühe auf online Basis zu Unterrichten.

Eine Arbeit, die ich im letzten Semester begonnen habe ist ‚Rollenbilder‘ – eine Serie von Masken. Mir war es wichtig eine Form zu finden, die ich regelmäßig wiederhole. Dabei geht es mir um die Wahrnehmung von Rollen oder Stimmungen im Laufe der eigenen Entwicklung.

Auf den Seiten 2 , 3 und 4 findet ihr die ersten drei Masken.

artistlife n.1

Ihr Lieben,

Warum studiert man eigentlich Kunst?

Ich kann das natürlich nur aus meiner Perspektive beantworten. Zuerst einmal fühlt es sich für mich so an, als ob garnichts anderes als Kunst in Frage kommt.
Meine Entscheidung Kunst zu studieren entstand während der Zeit als Erziehern, ich wollte nicht nur kleine Angebote in dem Bereich machen sondern auf professioneller Ebene mit der Kunst arbeiten dürfen – ob als Künstler oder evtl. auch als Lehrerin. Ich wollte Zeit haben um mich mit Themen auseinandersetzen zu können, die mich beschäftigen.
Die Kunst zu wählen ist auf jeden fall eine Lebensentscheidung, denn der einfache Weg ist es nicht. Eine gute Menge an Eigenmotivation ist sinnvoll, denn keiner wird vor einem stehen um zu sagen das man Kunst machen soll. Keiner wird einem sagen, was für Kunst man machen soll und warum. In den ersten Semestern habe ich sehr viel ausprobiert – verschiedene Materialien, verschiedene Techniken. Ich kam mir in der ersten Zeit oft sehr verloren vor, weil ich überhaupt keine Vorstellung hatte, wo ich in der Kunst ansetzen könnte. Diese riesige Auswahl an Möglichkeiten hat mich sehr überfordert. Inzwischen kann ich mich auf diese Reizüberflutung einlassen und bemühe ich mich in meinen Arbeiten die Themen anzugehen die mich beschäftigen. Mir fällt auf je länger ich mich mit der Kunst beschäftige umso mehr möchte ich weitermachen. Kunst zu machen hat mein Leben sehr bereichert, es gibt mir Sinn. 
Hier noch ein Video aus dem 1. Semester von meiner Bewerbungsmappe. Man beachte bitte nicht zu sehr wie oft ich genau sage. 😀